1949 trat Johann Rosenegger von Axdorf von seinem Amt als 1. Vorstand zurück. Sein Nachfolger wurde Sebastian Rosenegger von Seiboldsdorf, der dieses Amt bis ins Jahr 1986 ausübte.
Die neue Kriegerdenkmalkapelle
1956
Der Plan, den Opfern des 2. Weltkriegs ein Denkmal zu errichten, wurde 1956 wieder aufgegriffen. Die Veteranen sahen es als ihre Pflicht an, ihren gefallenen Kameraden ein würdiges Ehrenmal zu gestalten, denn der zunehmende Straßenverkehr machte die Erweiterung des bestehenden Denkmals unmöglich und behinderte die Abhaltung von Totengedenken und Feiern.
Bei der Suche nach einem geeigneten Standort entstanden zwei Parteien. Bürgermeister Steber wollte das neue Kriegerdenkmal an der Nordseite des Friedhofs errichten, doch die Veteranen waren der Meinung, das Denkmal solle auch ein Mahnmal für die Lebenden sein und deshalb vor allem auch so liegen, dass man es nicht nur nach einem Gang durch den Friedhof erreichen könne.
Die Diskussion zog sich über längere Zeit hin, bis Pfarrer Josef Stitzl anbot, ein Stückchen Grund aus dem Besitz der Pfarrpfründe zur Verfügung zu stellen. Durch Tausch erwarb er von der Brauereibesitzerin Ceziliä Pirkl am 5. November 1957 eine 200 qm große Fläche und übergab sie gegen eine jährliche Erbpacht von 10 Mark dem Veteranen- und Kriegerverein mit der Auflage, dort ein Kriegerdenkmal zu errichten und zu erhalten.
Da dieses Grundstück direkt an der Gemeindegrenze im Stadtgebiet lag, war die Stadt Traunstein Baugenehmigungsbehörde und eine Zustimmung der Gemeinde Haslach nicht nötig. Die Stadt zeigte sich aufgeschlossen und hilfsbereit und man ging auch gleich an Planung und Bau.
Eine Christbaumfeier am 26. Dezember 1956, die ganz im Zeichen des großen Unternehmens stand, brachte den finanziellen Grundstock. Dabei trat mit dem Einakter „’s Christkindl von der Sunnleiten” erstmals die Theatergruppe des Vereins auf, die in den kommenden Jahren noch manche Hilfe gab.
1958
Der Verein beschloss, die Einweihung
des Kriegerdenkmals zu einem großen Fest für Haslach werden zu lassen und sie mit dem 60-jährigen Vereinsjubiläum und der Weihe einer neuen Fahne zu verbinden. Das Fest fand nach vielen Wochen der Vorbereitung am 20. Juli 1958 statt. Am Vorabend beging man ein Gedenken in der Pfarrkirche, ein Fest- und Heimatabend im Festzelt schloss sich an. Am Festtag hielt Pfarrer Josef Stitzl eine Feldmesse am neuen Kriegerdenkmal und beim anschließenden Festzug beteiligten sich 45 Vereine.
Eine Abordnung der Bundeswehr, die Marinekameradschaft Traunstein, vier Musikkapellen und nicht zuletzt die alten Haslacher Veteranen in einer Kutsche zogen am neuen Kriegerdenkmal vorbei. Die Erbauer des Kriegerdenkmals sind Maurermeister Josef Cetina von Haslach, Zimmerermeister Johann Bachmayer von Axdorf und Schlossermeister Pius Binder von Traunstein. Das Madonnenbild im Inneren ist eine Arbeit von Georg Gschwendtner von Karlstein.
1966
Mit 299 Mitgliedern erreichte der Verein seinen höchsten Stand, aber die Zahl ging in den nächsten Jahren wegen vieler Todesfälle stark zurück. Deshalb entschloss man sich 1970, auch junge, aus der Bundeswehr ausgeschiedene Soldaten aufzunehmen.
1976
Der „Krieger- und Veteranenverein Haslach” wird in „Krieger- und Soldatenkameradschaft Haslach” umbenannt.
1978
80-jähriges Gründungsfest mit einer Feldmesse am Kriegerdenkmal. Gleichzeitig wurde die restaurierte Fahne von 1958 neugeweiht.
1979
Am Vorabend zum Volkstrauertag fand zum ersten Mal eine Gedenkfeier mit einem Fackelzug zum Haslacher Kriegerdenkmal statt.
1981
Bei der Renovierung des Kriegerdenkmals wurde das Dach vollkommen erneuert. Die Kosten in Höhe von 8 000 Mark übernahm die Stadt Traunstein. Im gleichen Jahr erfolgte auch die Renovierung des Innenraums der Gedächtniskapelle, dabei ließ man das Madonnenbild aus dem Jahr 1958 durch Georg Gschwendtner restaurieren.
1982
Der Ausrichter bei der Kriegerwallfahrt nach Maria Eck war in diesem Jahr die Krieger- und Soldatenkameradschaft Haslach.