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Chronik des Veteranen- und Kriegervereins Haslach

Die KSK Haslach ist einer der ältesten Vereine in der Stadt Traunstein. Die Geschichte beginnt im Jahr 1898 und hat ihr Ziel, dem Frieden zu dienen, immer fest verfolgt. Ein gerade in unserer Zeit wieder sehr aktuelles Thema.

   


1898

Am 28. Mai trafen sich im Gasthaus Mesnerwirt in Haslach einige Veteranen des Krieges 1870/71 und andere gediente Männer der Gemeinde, um den Veteranen- und Kriegerverein Haslach zu gründen. 1899 war es dann soweit:

Die Versammlung setzte 11 Statuten fest und wählte den Kusenbauern Johann Urban von Axdorf zum Vorstand.


1900

Bereits am 10. Juni 1900 feierte der junge Verein seine erste Fahnenweihe. 29 Brudervereine aus allen Pfarreien des Chiemgaus mit mehr als 700 Mitgliedern, die Traunsteiner Stadtkapelle und vier weitere Musikkapellen beteiligten sich am Festzug zur Haslacher Kirche, wo Kooperator Fischer die Fahne weihte. Nach den Festreden und einem Hoch auf den Prinzregenten ließ man die Feier im Landler’schen Gasthaus (bis 2015 Gasthaus Alpenrose) ausklingen. Wir erfahren aus diesen Anfangsjahren noch, dass der Verein im Jahr 1900 bereits 100 Mitglieder hatte und dass im 1. Weltkrieg 29 Bürger aus dem Gemeindebereich Haslach fielen.


Nach dem 1. Weltkrieg

1920

Am 7. November beschlossen die Gemeinde, die Kirchenverwaltung und der Veteranen- und Kriegerverein bei einer Versammlung im Gasthaus Bogner, ein Kriegerdenkmal an der äußeren Friedhofsmauer in Haslach zu bauen und bereits am 22. Mai 1921, am Dreifaltigkeitssonntag, konnten Pfarrer Blum und Major Rächl das Denkmal enthüllen. (siehe Foto links)

Der Entwurf stammte von dem Architekten Wolfgang Vogl, die Bildhauerarbeiten von Maricius Pfeiffer aus München und die Steinmetzarbeiten von Kassian Weinmann aus Traunstein. Die Kosten von 12.287 Mark bestritt man durch Sammlungen und Spenden, allein Bürgermeister Bachmaier stiftete 500 Mark und der Veteranenverein mit seinem Vorsitzenden Rott trug 3000 Mark zum Bau bei.

1923

Die Veteranen mussten ihren Vereinsbeitrag wegen der Inflation auf 1000 Mark erhöhen. Nach Abklingen der Inflation konnte er 1924 wieder auf 1 Mark gesenkt werden.

1925

Am 4. Januar feierte der Verein sein 25-jähriges Gründungsfest. Im gleichen Jahr wählte man den Kienzlbauern Anton Mader zum 1. Vorstand, Mathias Dufter von Einham zum 2. Vorstand und den Ökonomiepächter Sigmund Marchl von Haslach zum Kassier. Schriftführer wurde der Auerbauer Rupert Steiner von Traunstorf. In der NS-Zeit wurde der Verein dem Kyffhäuserbund angegliedert.

1927

Die Haslacher sind einer der Gründungsvereine der Krieger- und Soldatenkameradschaften des Chiem- und Rupertigaus.


1939

Das Vereinsleben kam in den Kriegsjahren von 1939 bis 1945 ganz zum Erliegen.

1940

Für eine Metallsammlung musste der bayerische Löwe von der Fahnenspitze der alten Vereinsfahne abgeliefert werden, dafür kam eine schmucklose Halskugel an die Stelle des Löwen. Diese wurde 1950 durch die jetzige Spitze, eine Handarbeit des Traunsteiner Kunstschlossers Franz Huber, ersetzt.

1945

In der Pfarrei Haslach waren 52 Gefallene, 18 Vermisste und sechs Bombenopfer zu beklagen.


Nach dem 2. Weltkrieg

1947

Erst ab diesem Jahr hören wir wieder vom Verein, der jetzt eine fortlaufende Chronik führt. Nach dem 2. Weltkrieg wird es zur Tradition, dass der Vereinsjahrtag am Dreifaltigkeitssonntag abgehalten wird.

1948

Es entwickelte sich unter dem Vorstand Johann Rosenegger der Plan, ein neues Kriegerdenkmal an einer besser geeigneten Stelle zu errichten, doch dazu fehlte es noch an den nötigen Mitteln.

1949

Der Verein zählte nur noch 27 Kameraden, aber Dank der mühevollen Arbeit von Hans Pichler stieg die Zahl in wenigen Jahren auf über 250 Mitglieder.

Mehr Informationen

1949 – 1986

Die Ära von Sebastian Rosenegger

1986 – 2016

Georg Jobst sen.

Seit 2016

Simon Schreiber, Vorstand

Die KSK Haslach

Vorstände und Mitglieder